Plugins

Ergänzungen für WordPress

Optimale Wahl steht mit am Anfang

Der Erfolg von WordPress im Netz hat dazu geführt dass es nunmehr fast 60.000 Erweiterungen zu nahezu jedem Thema und jeder benötigten Funktionalität gibt. Die Erfahrung zeigt: So viel wie möglich – so wenig wie nötig!

Optimierung von Anfang an auch im Hinblick auf die Auswahl passenderer bzw. nötiger Ergänzungen für eine erfolgreiche und sichere Website. Je mehr Plugins bzw. beim Einsatz von älteren die länger nicht mehr gewartet wurden desto größer die Gefahr von reduzierter Leistung der Website, Sicherheitslücken oder Inkompatibilitäten insbesondere nach einem Update. Dies gilt auch für vorhandene aber nicht aktivierte Plugins.

Formulare und Kommentare

Eines der populärsten für Formulare aller Art, das sich recht zügig einrichten lässt und dann brav macht was es soll, ist Contact Form 7, das man mit einigen Erweiterungen auch bequem ausbauen kann. Regelmäßig genutzt für komplexe aber trotzdem nutzerfreundliche Formulare sind Abfragen mit Conditional Fields, zur Reduktion von Bots ein sogenannter Honeypot und zur Übergabe von Parametern an das Formular wie z.B. die Adresse der Seite nutze ich gerne Dynamic Text Extension.

Seiten mit der Möglichkeit Kommentare zu verfassen bietet Antispam Bee die Möglichkeit Unerwünschtes größtenteils fernzuhalten, das Plugin gilt zwischenzeitlich, im Gegensatz zum ebenfalls populären Akismet, als datenschutzkonform.

Geschwindigkeit ist immer noch Trumpf

Die Ladegeschwindigkeit zählt schon seit geraumer Zeit zu den wichtigsten Stellschrauben bei der Optimierung einer Website. Nicht nur Besucher:innen, sondern auch Suchmaschinen ziehen die Zeit, die beim Aufruf einer Seite ins Land streicht, als wichtiges Bewertungskriterium heran. Ein schlanker und komprimierter Code und der Einsatz von Mechanismen zum Caching zählen ebenso zu den erprobten Lösungsansätzen für eine schnelle Webpräsenz wie die Verwendung komprimierter Bilder.

Daher sollten Bilder nicht nur in passendem Format (Höhe x Breite) entsprechend dem Endgerät des Nutzers bereitgestellt werden, sondern auch neuere Dateiformate berücksichtigt werden. Ein einmalig zu installierendes Tool wie WebP Express liefert entsprechend automatisch generierte Bilder, ältere Browser erhalten die gewohnten Formate, mit Smush kann man Bilder von unnötigen Dateiinformationen befreien.

Weitere Maßnahmen zur Beschleunigung des Seitenaufbaus: Asynchrones Laden von Skripten und Schriften wann immer möglich; Minifizierung des Quelltextes, der Stylesheets und Javaskripten und Vorladen von Schriften; Laden von Skripten und Styles (z.B. Karten, Formulare etc.) nur dann wenn diese benötigt werden, ansonsten werden diese nicht geladen.

Caching beispielsweise mit Cache Enabler oder Hyper Cache um Datenbankabfragen zu reduzieren. Die im Cache vorgehaltenen statischen Seiten aktualisieren sich dann automatisch entsprechend der eingestellten Anzahl an Stunden oder Tagen bzw. bei einer Änderung oder Neueinstellung eines Beitrags bzw. einer Seite.

Search Engine Optimization

Für diese Webseite habe ich, nach Jahren der Nutzung eines andere Tools, The Seo Framework eingesetzt. Schlank, schnell und übersichtlich doch gerade für Nutzer:innen ohne größere Erfahrung gebe ich nun jedoch auch weiterhin Yoast Seo den klaren Vorzug. Im ersten Moment deutlich komplexer und für den ein oder anderen erst einmal unübersichtlicher ist es wenn eingerichtet dank eines Ampelsystems, wesentlich einfacher und intuitiver in der Bedienung – auch ohne jegliche Vorkenntnisse.

Shops E-Commerce und Co

Für eCommerce steht das Plugin WooCommerce bzw. Germanized für WooCommerce zur Verfügung (sowie sogenannte Pro-Versionen gegen Gebühr), für geschlossene Bereiche, Mitgliederverwaltung u.ä. Ultimate Member, für Lernplattformen z.B. LearnPress u.v.m.

Kekse und Datenschutz

Manchmal unvermeidlich aber eigentlich sind mir Kekse zum Kaffee lieber. Diese Website kommt beispielsweise, mit Ausnahme zur Administration, ohne die kleinen Datensammler aus. Verfolgt wird das Ziel wann immer möglich im Rahmen der Datensparsamkeit Cookies auf ein Minimum zu reduzieren. Empfehlenswert sind z.B. für kleinere Projekte Complianz von Really Simple Plugins, Wp Dsgvo Tools (Gdpr) von Legalweb, Real Cookie Banner von devowl.io (ehemals MatthiasWeb) mit Sitz im bayerischen Grafling sowie die Lösungen von Cookiebot bzw. Borlabs, letzterer ist ein weiterer deutscher Anbieter, der mit seinem kostenpflichtigen Plugin nur wenige Wünsche offen lässt.

Ständiges Ärgernis ist, dass Webseiten oft Cookies die nicht rein funktionell sind schon vor Zustimmung ihren Besuchern untergejubeln. Dies ist m.E. ein klarer Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung.

Zur datenschutzkonformen Einbindung von Buttons zum Teilen in diverses sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. bietet sich der Shariff Wrapper an, eine vergleichbare Alternative ist mir bisher nicht bekannt. Videos lassen sich, auch wenn das Plugin älter ist, mit Embed Videos and Respect Privacy einbinden. Für Karten wurde eine eigene kleine Lösung programmiert.

Hinsichtlich von Statistiken wird Statify oder Koko Analytics den meisten kleineren Sites sicherlich ausreichen um sich über Besucherströme auf der eigenen Homepage zu informieren. Beide sind schlank und obendrein datenschutzkonform.

Kleine Helferlein

In der Regel werden Beiträge, Archive und Schlagwörter nach Datum sortiert, oft braucht es jedoch eine Reihenfolge die der Kunde vorgibt bzw. die dieser selbständig ändern kann. Per einfachem Drag and Dropp lässt sich dies mit Wp Sort Order managen.

Langen Einzelseiten kann man, ähnlich wie bei Artikelseiten auf Wikipedia, mit Table of Contents Plus ein automatisches Inhaltsverzeichnis verpassen. TablePress ermöglicht das Erstellen und Verwalten von komplexeren Tabellen in Artikeln und Seiten, ohne dafür großartig Programmierkenntnisse besitzen zu müssen.

Für die Verwaltung von benutzerdefinierten Feldern, die dann z.B. vom Redakteur bei Bedarf nur noch ausgefüllt werden müssen, nutze ich Custom Field Template bzw. Advanced Custom Fields. Auch kann man dem Redakteur beispielsweise ermöglichen intuitiv Text- und Hintergrundfarbe festzulegen oder Bilder hochzuladen die an festen Stellen erscheinen sollen.

Bei Projekten bei denen die bisherige Struktur komplett zerlegt und neu aufgebaut wird kann man Redirection einsetzen um Besucher von der alten auf die neue Adresse zur lenken. Um Absprünge zu vermeiden sind individuelle Fehlerseiten z.B. mit Übersicht oder einer automatisch generierten Sitemap, quasi einem Inhaltsverzeichnis, selbstverständlich.

Sicherheit

Je weniger und je restriktiver Nutzerrechte vergeben werden desto höher die Sicherheit! Ein Abonnent kann sich nur anmelden und sein Profil verwalten ohne jeglichen Einfluss ggf. sinnvoll damit nur registrierte Besucher:innen Kommentare verfassen können. Mitarbeiter können Beiträge verfassen aber nicht veröffentlichen, dies bleibt Autoren vorbehalten die Beiträge aber keine Seiten veröffentlichen und sie selbst betreffende Kommentare verwalten können. Redakteure sind (erfahrene) Nutzer die Beiträge und Seiten aller anderen ändern und freigeben können. Administratoren schließlich sind quasi Chefredakteure die alle Aufgaben übernehmen können und auch Änderungen an Layout, Plugins sowie sämtlichen Einstellungen vornehmen dürfen.

Um unerwünschte Besucher fernzuhalten, die den Versuch unternehmen Administrationsrechte zu erlangen bzw. die Site zu kapern drängt sich Login Lockdown oder Limit Login Attempts Reloaded auf. Beide können keinen hundertprozentigen Schutz bieten leisten aber überaus wertvolle Dienste.

Wartung

Reine Wartungs- und Sicherheits-Updates von WordPress lasse ich automatisch einspielen, größere Änderungen, wenn der Sprung auf eine neue Version erfolgt, werden manuell vorgenommen – falls noch nicht geschehen nach einem vorherigen Backup von Datenbank und Layoutvorlagen – um die volle Kontrolle zu haben. Falls ein Plugin Probleme bereitet kann man so umgehend eingreifen.

Für ein gelegentliches bereinigen und optimieren der Datenbank hat sich Optimize Database after Deleting Revisions bewährt für umfangreiche Backups, sofern man diese nicht selbst händisch vornehmen möchte, BackWPup.

Mit der Aktualisierung auf WordPress 5.5, die Version 6.0 wird im Frühjahr 2022 erwartet, wurde ein Migrationstool standardmäßig nicht mehr aktiviert. Dies kann zu fehlender Funktionalität oder unerwartetem Verhalten in einigen Themes oder Plugins führen, die noch einen älteren Code ausführen. Abhilfe schafft hier Enable jQuery Migrate, das das Tool wieder aktiviert und auch den Übeltäter anzeigt der für Probleme verantwortlich ist.

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Bildnachweis: Tipps rund um Wordpress © B&N Internet-Marketing